Historisches der Handballabteilung

TGW-Handball Chronik

Die ersten Jahre - 1922 – 1945

Abteilungsleiter:

1922:     Th. Schäfer

1927:     H. Philipp

1928:     Th. Hippacher

1930:     J. Stahl

1931:     H. Kern

1938:     O. Schoor

 

Das moderne Handballspiel entstand aus dem Torballspiel, das 1915 von Max Heiser für Frauen als Alternative zum „Männersport“ Fußball entwickelt wurde. Als weitere Vorläufer gelten auch Rafftball, Königsberger Ball und weitere Ballspiele, die in dieser Zeit an verschiedenen Orten Deutschlands entstanden und gespielt wurden. Mitglieder des Berliner „Turnraths“ legten am 29. Oktober 1917 erstmals Regeln für das Handballspiel fest – die Geburtsstunde des Handballs in Deutschland. Am 2. Dezember fand dann das erste Spiel statt. Carl Schlerenz passte 1919 die Regeln so an, dass der Sport auch für Männer interessant wurde. 1921 fand die erste Deutsche Meisterschaft und 1925 das erste Länderspiel auf dem Großfeld statt. Ein erstes offizielles Regelwerk wird 1926 eingeführt und mit der Gründung der Internationalen Amateur Handball Federation (IAHF) in Amsterdam wird 1928 ein wichtiger Baustein dafür geschaffen, dass Handball eine olympische Disziplin werden kann. Während in Deutschland vorrangig auf dem Großfeld im Freien gespielt wurde, fand Handball in den skandinavischen Ländern wetterbedingt vorwiegend in der Halle statt.

In diese Zeit und dieses Umfeld fällt im Mai 1922 die Gründung der TGW Handballabteilung (HaBa)

Nach der Trennung von Turnen und Sport und wegen mangelndem Nachwuchs kam das Handballspiel vorübergehend zum Erliegen. Am 20.03.1927 war dann die Neugründung und der Sportbetrieb wurde wieder aufgenommen. Nur wenige Freunde waren es, die in Würzburg das Handballspiel betrieben. Den Grundstock für die „HaBa“ legten Stöcker, Schwab, Werther, Pöpplein.

Das erste Asyl fanden die TGWler an der alten Radrennbahn, dem heutigen Kickers-Trainingsplatz auf der Sieboldshöhe. Später siedelte man auf den Sportplatz an der Heidingsfelder Brücke um. Im Jahr 1927 waren es einige Gymniasiasten unter der Leitung von Philipp Herbert, die den Spielbetrieb wieder aufnahmen.

Die junge Garde bestritt am 30.03.1927 ihr erstes Spiel gegen die Turngesellschaft Kitzingen, das 3:5 für Kitzingen ausging. Im gleichen Jahr gelang aber schon die Unterfränkische Meisterschaft (Team: Nied, Hümmer, Hippacher, Ködel, Werner, Gruber, Süß, Hartung, Ries, Heß, Bartholmeß). Bereits 10 Monate nach dem ersten Spiel, trat man in einem Meisterschaftsspiel gegen die gleiche Mannschaft an und gewann mit 3:2. Im gleichen Jahr wurde die nordbayerische Vizemeisterschaft errungen. Gegner im Spiel um die Meisterschaft war der TV 60 Fürth, der dann auch süddeutscher Meister wurde. Ein beachtlicher Erfolg für das TGW-Team, der im darauffolgenden Jahr mit dem 3. Platz nahezu bestätigt wurde.

Nochmal ein Jahr zurück ins Jahr 1928: Beim 80. Stiftungsfest der TGW wurde erstmals in Deutschland Hallenhandball gespielt. Der Gegner ist leider nicht überliefert.

Wegen des Wassereinzugsgebiets wurde das Sportgelände an der Heidingsfelder Brücke aufgelassen. Am 18. / 19. Juni 1932 erfolgte im Rahmen des 84. Stiftungsfests der TG 48 Würzburg die Einweihung des Sportplatzes an der Steinbachtalfähre (heutiger Fußgängersteg). Fleißige Hände hatten ein herrliches Sportgelände geschaffen.

Im Herbst 1939 brach der 2. Weltkrieg aus. Während des Krieges konnte weitergespielt werden, ehe gegen Ende 1945 der Spielbetrieb eingestellt werden musste.

 

NachkriegsJahre 1945 – 1960

Abteilungsleiter

 

1945:     R. Wulff

1947:     K. Hartmann

1949:     K. Bartholmeß

1952:     W. Herold

1954:     W. Kern

1955:     R. Stang

1957:     W. Schneider

1958:     K. Bartholmeß

 

Nach dem 2. Weltkrieg hieß es wieder von vorne anzufangen. Im letzten Drittel 1945 kamen die ersten Vereinsmitglieder aus der Kriegsgefangenschaft zurück und bereits im Herbst desselben Jahres wurde ein notdürftig hergerichteter kleiner Raum der erste Treffpunkt, in dem man sich wieder zusammenfand.

Die Bauernstube war nach Kriegsende verschont geblieben, wurde jedoch geplündert und im Nachgang angezündet. Dennoch traf man sich in der Ruine des Vereinsheims immer wieder und statt Handball zu spielen, begann man erst mal mit dem kleineren Tischtennisball die ersten sportlichen Schritte.

Die Militärregierung erlaubte den Vereinen wieder den Sport aufzunehmen, jedoch war das Führen des Vereinsnamens weiterhin verboten. Die Mannschaften spielten unter Würzburg A, Würzburg B, Würzburg C, … Im Herbst fand dann auf dem Bahnplatz das erste Feldhandballspiel zweier kombinierter Teams statt.

Als die Vereine neu registriert waren und die Militärregierung die Voraussetzungen zur Gründung bzw. Fortführung eines Vereins festgelegt hatte, begann man umgehend wieder eine richtige Vereinsarbeit zu organisieren. Es wurde eine Bezirksspielleitung gewählt und der Verbandsspielbetrieb organisiert. Da der TGW Platz noch beschlagnahmt war, wurden die ersten TGW Spiele auf dem Sportlatz an der Mainaustraße ausgetragen.

Nach einiger Zeit wurde dann das Kleinfeldhandballspiel ins Leben gerufen. Dieses ermöglichte es den Vereinen teilweise sehr große Freundschaftsturniere zu organisieren. Auch in der TGW wurde mit dem „Goldenen Buch“ solch ein großes Turnier durchgeführt. 16 Mannschaften spielten auf 4 Spielfeldern um den Sieg.

Daneben kam auch immer mehr der Hallenhandball in Mode und auch hier wurden große Turniere – z. B. in damaligen Handballhochburgen Ansbach, München oder Nürnberg – ausgetragen.

1948 wurde dann mit dem Wanderpokal der Mainpost auch das erste Hallenhandballturnier in Würzburg gespielt. Den Pokal holte sich der TSV Heidingsfeld vor den Kickers und der TGW, die sich trotz größerer Erfahrung im Hallenhandball hier nicht durchsetzen konnte.

Da die Feldsaison anfangs von Herbst bis Frühjahr ausgetragen wurde, meldeten sich immer mehr Stimmen diese zu verlegen, damit nicht immer „Schlammschachten“ zu bestreiten waren. So wurde der Rundenbeginn, erstmals in Bayern, auf Frühjahr verlegt und bis Herbst gespielt. Diese Verschiebung ermöglichte es, nach neuen Wegen zur Ausweitung des Handballspiels zu suchen.

Am Anfang gab es nur Hallenhandball Turniere, bis später der BHV auch Meisterschaften ausschrieb. Anfangs wurde in Kreisen oder Bezirken gespielt. Hier konnte die TGW 5 x hintereinander die unterfränkische Kreismeisterschaft erringen. Höhepunkt war dann 1956 der Gewinn der bayerischen Vizemeisterschaft; und dass, obwohl die 1. Mannschaft „nur“ in der Kreisklasse spielte. Meister wurde der Postsportverein München.                                               

Auch bei großen Turnieren konnten die TGWler immer wieder gute Erfolge erringen. Höhepunkt hier war sicherlich 1954 bei einem Turnier in der Würzburger Frankenhalle, als man den vielfachen deutschen Meister Frischauf Göppingen um den damals überragenden Nationalspieler Bernhard Kempa (Namensgeber des Kempa-Wurfs) an den Rand einer Niederlage brachte und sich nur knapp mit 6:7 geschlagen geben musste.

 

Vom Großfeld zum Hallenhandball – die 60er und 70er Jahre

Abteilungsleiter

1962:     R. Wulff

1966:     E. Schwind

1968:     G. Neuwirth

1969:     M. Altenhöfer

1970:     G. Grabow

1971:     R. Schäfer

1973:     P. Bodamer

1975:     Dr. G. Rhode

1977:     J. W. Nowitzki

 

In den Folgejahren wurden auf Kreis- und Bezirksebene immer wieder Meistertitel errungen. Ein weiterer Höhepunkt war sicher der erstmalige Gewinn der nordbayerischen Meisterschaft 1966 und dem nachfolgenden Gewinn der bayerischen Vizemeisterschaft im Feldhandball. Trotz dieses Erfolges trat der Feldhandball immer mehr in den Hintergrund und das Hauptstandbein der Handballabteilung wurde der Hallenhandball. Auch hier wurden immer wieder Meisterschaften auf Kreis- und Bezirksebene errungen; nicht nur von den Erwachsenen- sondern auch von den Jugendteams. Spektakulär war der Erfolg der Herrenmannschaft gegen TV Großwallstadt anlässlich des 60 jährigen Jubiläums. Gegen den damaligen Deutschen Vizemeister im Feldhandball, in dessen Reihen u. a. der Nationalspieler Josef Karrer und der ehemalige HVH Spieler Artur Lichtlein standen, gewann man mit 17:16. Hier zeigte sich, dass die TGW mittlerweile den Hallenhandball beherrschte, während die Großwallstädter mit dem Wechsel vom Feld- zum Hallenhandball noch ein wenig zu kämpfen hatten.

Die größten Erfolge feierten die Handballer in den 70er Jahren. Nach mehreren guten Platzierungen in der Bayerischen Oberliga konnte das Team um Trainer Richi Eger 1976 die Bayerische Meisterschaft erringen und in den anschließenden Aufstiegsspielen die Qualifikation zur Regionalliga Süd,die damalige zweithöchste Spielklasse in Deutschland, klarmachen.

Der Sprung von der höchsten bayerischen Liga in die Regionalliga war sehr groß, sodass man am Ende als Tabellenletzter eigentlich den Gang zurück hätte antreten müssen. Doch durch eine Sportgerichstentscheidung gegen den TB Pforzheim und dem damit verbundenen 8 Punkte Abzug konnte das Team trotzdem in der Regionalliga starten. Nach bereits fünf ausgetragenen Spielen wurde dem Einspruch der TB Pforzheim stattgegeben und die TGW musste in der bereits laufenden Saison den Gang zurück in die Bayerische Oberliga antreten. In englischen Wochen mussten neben der normalen Runde auch die fünf Nachholspiele absolviert werden. Am Ende dieser anstrengenden Saison stand dann erneut der Bayerische Meistertitel zu Buche. Auch die Qualifikationsrunde zur Regionalliga wurde erfolgreich absolviert. Der erneute Aufstieg die zweithöchste deutsche Spielklasse war der Lohn.

Der Verlust einiger Leistungsträger durch Rückzug in die zweite Mannschaft oder Wegzug aus Würzburg führte zu einer starken Verjüngung des Teams. Dieses konnte die Liga nicht halten und es folgte der erneute Abstieg in die Bayerische Oberliga. Der drauffolgende Aderlass an Spielern war so groß, dass zwei weitere direkte Abstiege folgten und man sich drei Jahre nach der Regionalliga Saison in der Bezirksliga wiederfand.

 

Übergangszeit 1980 – 1999

Abteilungsleiter

1977: J. W. Nowitzki

1987:     N. Wagner

1991:     L. Weber

1993:     R. Graf

 

In der Bezirksliga konnte man sich konsolidieren und errang Jahr für Jahr gute Platzierungen. Der Wiederaufstieg gelang dann 1985. Der zweite Tabellenplatz berechtigte zu einer Aufstiegsrunde gegen die jeweiligen gleichplatzierten aus Mittel- und Oberfranken. Diese wurde erfolgreich absolviert und der Aufstieg in die Verbandsliga Nordbayern war geschafft.

Als Tabellenzehnter musste man sich nach nur einem Jahr Zugehörigkeit wieder aus der Verbandsliga verabschieden. Am Ende reichte es nicht für den Klassenerhalt. Unrühmliches Ende der Saison war eine 12 monatige Sperre gegen Rainer „Zimbus“ Zimmermann im vorletzten Spiel gegen den TV Marktsteft für das Zerreißen der roten Karte, nach einer unverständlichen Entscheidung des Schiedsrichters. Eine weitere Folge des Abstiegs war, dass die 2. Mannschaft , die in der Kreisliga A Meister wurde, nicht in die Bezirksliga aufsteigen konnte.

Im gleichen Jahr erhält Max Altenhöfer, ehemaliger Abteilungsleiter, Jugendtrainer, Organisator vieler Auslandsfahrten mit dem Ehrenbrief die höchste Auszeichnung der Stadt Würzburg für seine Verdienste um den Würzburger Sport.

War der TGW Handball bisher rein männergeprägt, unternahm Alfred Wild 1986 den ersten Versuch des Aufbaus einer Mädchenmannschaft. Dieser war leider (noch) nicht mit Erfolg gekrönt Lediglich 4 Mädels im Alter von 12 und 13 Jahren trainierten fleißig, aber ohne Aussicht auf eine Spielteilnahme. Die Zeit war noch nicht reif für weiblichen Handball in der TGW.

In der Saison 1988/89 holte die Herren dann wieder das Abstiegsgespenst ein und so fand man sich in der Kreisliga A wieder. Der Abstieg der Herren 1 führt zu einem Dominoeffekt (Zwangsabstieg der Herren 2, Nichtaufstieg der Herren 3) und löst sehr hitzige Diskussionen um die Zukunft der Mannschaft aus. In den Folgejahren etablierte man sich in der Kreisliga A, spielte immer wieder oben mit, konnte aber den Durchbruch nach oben nicht realisieren.

In diese Zeit fällt 1992 der Umzug von der Schießhausstraße in das neue Sportzentrum an der Feggrube, mit dem sich auch für die Handballabteilung die Trainingsmöglichkeiten in der Halle als auch auf dem Platz verbesserten.

1993 gelang dann, was 7 Jahre vorher noch nicht möglich schien. Traudl Baumeister gründete ein weibliches Mini-Team – der Beginn von Mädchen- und später Damenhandball in der TGW.

Mit der Verpflichtung von Horia Markel 1994 setzte dann wieder eine Aufbruchstimmung ein. Das Training wurde intensiviert und bereits in der ersten Saison seines Wirkens gelang 1994 der Aufstieg in die Bezirksliga. In den Folgejahren wuchs die Mannschaft zu einer stabilen Größe in dieser Liga und verpasste 1997 den Aufstieg in die Verbandsliga Nordbayern nur knapp. Dies gelang dann ein Jahr später und nach 12 Jahren war die TGW erstmals wieder in einer überregionalen Spielklasse vertreten. Leider war auch diesem Ausflug nach oben nur eine kurze Dauer beschieden und nach nur einer Saison fanden wir uns wieder in der neugeschaffenen Bezirksoberliga (BOL)

In der Zwischenzeit entwickelte sich auch der weibliche Bereich weiter und 1998 holte sich die D-Jugend unter der Leitung von Conny Langguth die erste von noch vielen folgenden Meisterschaften.

 

Aufbruch ins neue Jahrtausend - 2000 bis heute

Abteilungsleiter

1993: R. Graf

2009: R. Weigand

 

Die BOL-Saison verlief höchst spannend und wurde erst am letzten Spieltag mit einem Endspiel zwischen der HSG Kitzingen/Ochsenfurt und unserem Team entschieden. Ein Punkt hätte gereicht, um den sofortigen Wiederaufstieg zu schaffen. Trotz zahlreicher Chancen unterlag die Auswahl von Horia Markel mit 23:25. Die Partie sahen 400 Zuschauer.

Als Folge des verpassten Wiederaufstiegs hörten viele Spieler auf bzw. verließen die TGW. So geschwächt beschloss man den Neuanfang mit dem freiwilligen Rückzug in die Bezirksliga mit eigenen Kräften. Doch dieser fiel schwerer als erhofft und 2005 konnte auch die Bezirksliga nicht gehalten werden und mit dem Abstieg in die unterste Liga, die Bezirksklasse, war der endgültige Tiefpunkt erreicht.

Erfreulicher verlief in dieser Zeit die Entwicklung anderer Bereiche der Handballabteilung.

Hannelore Altenhöfer erhält 2000 das Bundesverdienstkreuz und ihr Mann Max Altenhöfer 2002 das Verdienstkreuz am Bande. Beide waren in den 60er und 70er Jahren maßgeblich für den Aufschwung des Jugendhandballs in der TGW und für zahlreiche abteilungsübergreifende Auslandsreisen und Austauschprogramme verantwortlich.

Im Jahr 2000 führten wir das erste TGW-Jugendsommerturnier mit 18 Teams durch. Dieses Turnier hat sich im Sommerkalender der umliegenden Handballvereine fest eingetragen und fand 2022 mittlerweile – nur durch 2 Corona-Auszeiten unterbrochen – zum 21. Mal statt. Mittlerweile nehmen regelmäßig 45 -55 Teams von Minis bis C-Jugend daran teil.

Die A-Jugend wurde 2005 Meister der Bezirksoberliga und machte damit Hoffnung auf eine bessere Zukunft unserer Herrenmannschaft.

Und während die Herrenmannschaft 2005 den bitteren Gang in die Bezirksklasse antreten musste, konnten gleich in ihrem ersten Jahr unsere Handballdamen, die eine Saison zuvor noch als A-Jugend in der Landesliga Nordbayern um Punkte kämpften, die Meisterschaft und damit den Aufstieg in die Bezirksliga erringen.

2008 konnten dann auch die Herren wieder die Meisterschaft gewinnen und sicherten sich so den Aufstieg in die Bezirksliga.

Um den Aufschwung unserer Damen zu verstetigen, taten wir uns mit dem ETSV zur SG TG/ETSV Würzburg zusammen. Schon in der ersten Saison 2009/2010 konnte der 2. Platz und damit der Aufstieg in die BOL erreicht werden. Damit nicht genug, gelang gleich darauf in der Folgesaison die Meisterschaft und die SG TG/ETSV Würzburg fand sich nur zwei Jahre nach Gründung in der Landesliga Nord wieder.

Dort machten die Damen die gleiche Erfahrung wie Jahre zuvor die Herren. Der Unterschied zwischen BOL und Landesliga war sehr groß und der Weggang der besten Spielerin konnte nicht kompensiert werden. Dem musste man nach nur einer Saison Tribut zollen und zurück in die BOL gehen. Auch diese konnte nicht gehalten werden und so musste die Mannschaft 2013 als Tabellenvorletzter zurück in die Liga der Gründerzeit der SG.

Für Ihre herausragenden Verdienste um die Handballabteilung wurden 2011 Ottmar Pfeuffer (Pfiff) und ein Jahr später Leo Weber mit dem Ehrenamtspreis des BHV ausgezeichnet.

2012 sollte dann ein Aufbruchsjahr für die Abteilung werden. Mit dem Projekt „Aufbruch zu mehr Handball in Würzburg“ wollten Initiator Raimo Wilde und die Abteilungsleitung die Weichen für langfristigen Leistungshandball in Würzburg unter der Führung der TGW stellen. Hierfür wurden Fördertrainings für Jugendliche organisiert und die Herrenmannschaft verstärkt. Weitere Aktivitäten, wie Ausbildungsunterstützung für junge Spieler u. ä. waren geplant. Bereits ein Jahr später stiegen die Herren in die BOL auf.

Ein Höhepunkt dieses Jahres waren die Feierlichkeiten zum 90 jährigen Bestehen der TGW HaBa. Vor ca. 250 Zuschauern kämpften unsere frischgebackenen BOL Aufsteiger gegen den Bundesligisten MT Melsungen und schlugen sich sehr achtbar. Das Ergebnis von 28:50 machte jedoch die Klassenunterschiede mehr als deutlich.

2014 gingen wir dann auch in der Jugendarbeit neue Wege. Da es für uns, wie für die meisten Vereine immer schwerer wurde, Altersklassen aus eigener Kraft zu besetzen, hatten wir bereits in der Vergangenheit immer wieder mit anderen Vereinen zusammengearbeitet. Jetzt begannen wir eine langfristige Partnerschaft mit dem TSV Lengfeld. Zuerst tauschten wir gegenseitig Spieler aus, um im jeweiligen Verein Altersklassen vollständig und spielstark zu besetzen, ab 2018 vollzogen wir dann den Schritt zu einer formellen Jugendspielgemeinschaft – JSG Würzburg-Lengfeld. Höhepunkte der Zusammenarbeit waren die bayerweite ÜBOL-Meisterschaft der A-Jugend 2015 und der 3. Platz der B-Jugend in der Landesliga Nord 2018. 2023 wird diese formelle Zusammenarbeit nun beendet, aber ohne weitere Kooperation mit anderen Vereinen wird sowohl im männlichen als auch im weiblichen Bereich Jugendarbeit kaum mehr möglich sein.

2015 erwischte es dann unsere Damen ein weiteres Mal und sie stiegen in die Bezirksklasse ab.

Das „Aufbruch-Projekt“ verlief nach einiger Zeit leider im Sande. Es gelang uns nicht die notwendigen personellen Ressourcen für Trainings, Sonderaktionen, Mittelakquise … zu aktivieren, um so ein anspruchsvolles Projekt durchzuziehen.

Nach diversen Spielerabgängen trat das Herrenteam 2017 den Gang zurück in die Bezirksliga an, wo sie sich auch noch bis heute befindet.

2020 und 2021 werden als Corona-Jahre in die Analen der TGW-„HaBa“ eingehen. Die weltweite Pandemie traf den Vereinssport extrem hart. Trainingseinschränkungen und -verbote, Testpflichten, Absagen von bereits angelaufenen Spielrunden u. v. m. verlangten dem Verein und auch der Abteilung viel Improvisations- und Organisationsvermögen ab. Wir stiegen zeitweise auf gemeinsames virtuelles Training um, organisierten Online Challenges, trainierten in Kleinstgruppen u. v. m. . Lohn dieser Bemühungen waren kaum coronabedingte Austritte aus der Abteilung. Wir konnten fast alle Spielerinnen und Spieler halten.

100 Jahre TGW Handball hieß es dann letztes Jahr. Für unser Jubiläumsjahr hatten wir uns viel vorgenommen. Schon im Dezember des Vorjahres starteten wir mit einem Weihnachtsbaumverkauf für die die gesamte TGW. Leider mussten wir unser für Februar geplantes Handballcamp aufgrund zu großer Coronarestiktionen aufgeben. Aber dann ging es im Zweimonatstakt. Im Mai veranstalteten wir für den gesamten Verein eine Kinderolympiade. Unser mittlerweile 21. Jugendturnier fand im Juli statt und im September folgte der Hofbräu Cup. Schon Anfang Oktober fanden dann die Jubiläumsaktionen mit dem Ehemaligen- und Aktiventreffen in der TGW ihren Höhepunkt. Den Abschluss bildete dann wieder ein von uns – zusammen mit der Leichtathletik- und der Rugbyabteilung organisiserter Weihnachtsbaumverkauf. Ein anstrengendes Jubiläumsjahr, aber auch ein Jahr, das viel Spaß gemacht hat.

Passend zu unserem Festjahr konnten sich die Damen dann auch die Meisterschaft in der Bezirksklasse sichern und damit wieder in die Bezirksliga aufsteigen.

Natürlich konnten hier nicht alle wichtigen Ereignisse, Personen und Wegmarken aufgeführt werden. Und jede und jeder hat seine eigene Geschichte innerhalb der 100 Jahre, die die Handballabteilung existiert, zu erzählen.

Unser Ansporn ist es, die Abteilung in die nächsten 100 Jahre hineinzuführen, die Jugendarbeit zu intensivieren und einen guten Grundstein zu legen, dass unsere „HaBa“ weiterhin ein wichtiger Aktivposten der TGW bleibt.

Die Abteilung wird von den Menschen geprägt, die sich in ihr einbringen, sich für sie einsetzen und es schaffen, sie immer wieder neu zu erfinden. Ihnen Allen gebührt unser Dank. Allen, die dies in den vergangenen 100 Jahren unter teilweise schwersten Bedingungen getan hatten, Allen, die dies aktuell tun und Allen, die das auch in Zukunft machen werden. Sie alle sorgten und sorgen dafür, dass unsere „HaBa“ eine junge 100 Jährige war, ist und bleibt.

Reimund Weigand

Abteilungsleiter

 

 

HANDBALL, Turngemeinde Würzburg 1848 e.V., TGW

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1. Stellvertretender Abteilungsleiter:
Kurt Weschenfelder

 

2. Stellvertretender Abteilungsleiter:
Rainer Graf

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